AktionsSPIELraum

 

 

AktionsSPIELraum
Ein künstlerisches Einzelprojekt der 7ei BE-Gruppe des Musischen Gymnasiums Salzburg.

Das Prinzip ist simpel: Man nehme etwas Frischhaltefolie und wickle sie um die gewünschte Stelle, dann „etwas“ (…Unmengen an) Klebeband auftragen bis der Teil stabil genug ist, aufschneiden, rauspuhlen und schon steht man neben sich.

Inspiriert von dem Street Art- und Tape-Sculpture-Künstler Mark Jenkins, hat sich die BE-Gruppe der 7ei auf die Spuren einer Interaktion von Plastik und Umraum gemacht. Seine Plastiken greifen in den Raum, durchbrechen ihn. Der Raum zerschneidet und durchbohrt wiederum seine aus durchsichtigem Klebeband hergestellten Figuren, wodurch sie letztendlich doch wieder mit dem Umraum verschmelzen. Seine Umwelt immer mit einbeziehend, erklärt Jenkins seine Standorte rum um seine Plastiken als Bühne. Jeder Mensch im engeren Umfeld wird als AkteurIn verstanden und gehört zum Geschehen.
Auf der einen Seite platziert er seine Figuren in ungewöhnlichen Positionen, lässt sie auf den Raum reagieren und mit ihm verschmelzen, gibt ihnen einen scheinbar isolierten Spielraum und andererseits sind es die Menschen, die mit ihren nicht-starren, lebhaften Reaktionen auf die ungewöhnlichen Figuren zu AkteurInnen eines viel größeren Schauspiels werden.

Im Furtwänglerpark in Salzburg wollen sich unsere selbst angefertigten Tape-Plastiken räkeln, nicht ganz ohne auf die Reaktionen anderer gespannt zu sein. Der Ort des Geschehens wurde ausgewählt, da er einerseits umgeben ist von Disziplin, vorgegebenen Verhaltensformen und Konformität im allgemeinen und andererseits sich inmitten des Genusses der Kultur und der Gesellschaft befindet. Hier sind Begriffe wie „Ausbruch“ und „Tabu“ nicht weit und nicht weit von ihrer negativen kontextuellen Zuschreibung.

„So verschieden sich die Assoziationen in unseren Köpfen breit machten, genauso verschieden sind nun die Intentionen, die wir anhand von unseren Plastiken verdeutlichen wollen.“

Vom herumtollen, miteinander spielen, zu einander finden, bis zum voneinander weg springen und sich voreinander verstecken gibt es einen breiten AktionsSPIELraum zwischen und um die Figuren. Die große Interpretationskluft zwischen den BetrachterInnen und den HerstellerInnen lassen die SchülerInnen absichtlich offen, um dem GedankenSPIEL viel Luft zu geben und den Kopf frei herumtollen zu lassen. Es darf eine affektive Interaktion zwischen den Plastiken und den PassantInnen passieren, im besten Fall werden die BetrachterInnen von einem freien, unbekümmerten, vielleicht im ersten Moment auch ein wenig irritierendem Gefühl gepackt.

Es wird eingeladen zu entspannen und sich kurz einem Ausbruch aus dem Alltag, der Normalität hinzugeben und die Gedanken SPIELend frei laufen zu lassen.